smart #2: Die Stadt-Ikone kehrt 2027 als e-Auto zurück

Der Zweisitzer ist zurück: Am 12. Oktober 2026 hat smart auf dem Pariser Autosalon den smart #2 enthüllt, vollelektrisch und ab 19.990 € bestellbar. Genau 30 Jahre nach dem ersten smart-Konzept am Louvre beginnt damit ein neues Kapitel. Wir zeigen dir, was der kleine Stadtflitzer kann, was er kostet und wo seine Wurzeln liegen.
Der smart #2 im Detail: Technik, Laden und Sicherheit
Der smart #2 steht auf der neu entwickelten Electric Compact Architecture (ECA), die eigens für den Zweisitzer konzipiert wurde. Ein 60-kW-Elektromotor sitzt an der Hinterachse und überträgt 130 Nm auf die Hinterräder. Die Batterie fasst 35,8 kWh und nutzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP). Diese Chemie gilt als robust und kostengünstig, speichert dafür etwas weniger Energie pro Kilogramm. Laut smart reicht das für bis zu 290 km nach WLTP bei 13,6 kWh/100 km, im Betrieb mit 0 g/km CO₂. Beide Werte sind vorläufig, denn das Fahrzeug steckt noch im EU-Typgenehmigungsverfahren.
smart #2: Batterie smart #2 smart #2: Sicherheitszelle
Per DC-Schnellladen fließen bis zu 65 kW. Unter optimalen Bedingungen geht es so in rund 20 Minuten von 10 auf 80 %. An der Wallbox sind je nach Linie bis zu 11 kW möglich (dreiphasig, 10 auf 80 % in etwa drei Stunden). Das Basismodell Pure hat ein einphasiges 7,4-kW-Ladegerät und braucht dafür rund fünf Stunden. Mit Vehicle-to-Load (V2L) versorgst du externe Geräte mit Strom, allerdings nur mit separatem Zubehör und an einer Typ-F-Steckdose.
Beim Format bleibt smart seinen Wurzeln treu. Der smart #2 ist 2.746 mm lang (Couture Edition: 2.764 mm) und hat einen Wendekreis von 6,95 m. Die „Wheels-at-the-Corners“-Bauweise schiebt die Räder an die Ecken und schafft viel Innenraum. Neu in dieser Klasse ist die Fünflenker-Hinterachse, die Stabilität und Komfort verbessern soll, auch auf der Autobahn. Für den Insassenschutz sorgt die Tridion Cell Evo, die nächste Generation der Sicherheitszelle. Serienmäßig sind smart Pilot Assist und ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-Go und Highway Assist an Bord. Innen erwartet dich ein S-förmiges Cockpit mit 10,1-Zoll-Zentraldisplay, 8,8-Zoll-Fahrerdisplay und einem achtjährigen Connectivity Package.
smart #2 smart #2 Interieur smart #2
Vier Linien: Was der smart #2 kosten wird
Seit dem 13. Oktober 2026 ist der smart #2 in Deutschland über das smart Vertriebspartnernetz bestellbar. Das sind die Einstiegspreise laut smart (zzgl. Überführung und Zulassung, Stand: 21. Oktober 2026):
Linie | Preis ab | Highlights |
Pure | 19.990 € | V2L, Pilot Assist, adaptiver Tempomat |
Pure+ | 20.990 € | 11-kW-AC-Laden, beheizbarer Fahrersitz |
Premium | 24.490 € | Glasdach, Kunstledersitze, Sennheiser-Sound mit 7 Lautsprechern |
Couture Edition | 25.690 € | auf 999 Exemplare in Europa limitiert, Atelier White Matt mit Dach in Platinum Gold |
Den Bestellstart hat smart von ursprünglich Q2 2027 bereits auf den 13. Oktober 2026 vorgezogen. Der volle E-Commerce-Launch folgt im ersten Halbjahr 2027, ausgeliefert wird nach Abschluss der Homologation. smart Deutschland nennt Mitte 2027 als Start auf der Straße.
Rückblick: Wie der Ur-Smart zum Star wurde
Die Idee eines winzigen Stadtautos ist älter als die Marke. Schon 1981 zeigte Daimler-Benz mit der Studie NAFA einen Vorboten. Swatch-Gründer Nicolas Hayek trieb die Vermarktung voran, 1994 entstand in Biel die Micro Compact Car AG. Designer Johann Tomforde träumte schon in den 1980ern von einem kleinen, sicheren, elektrischen Stadtauto. 1991 entstanden in Kalifornien die Studien „eco-sprinter“ und „eco-speedster“: nur 2,50 m lang, elektrisch, mit Batterien unter den Sitzen. 1993 wurde es filmreif, denn Tomforde traf zufällig Mercedes-Vorstand Helmut Werner und feilte mit ihm acht Stunden im Flugzeug am Konzept.
Konzept NAFA Micro Compact Car (MCC) Smart City-Coupé
Im Oktober 1996 hatte das junge Team kein Budget für eine eigene Pressekonferenz auf dem Pariser Autosalon. Also inszenierte es das Showcar wie eine unvollendete Automobilskulptur vor dem Louvre. Erwartet wurden rund 50 Gäste, gekommen sind fast 1.000. Ein Jahr später feierte der smart fortwo auf der IAA seine Weltpremiere, 1998 rollte er auf die Straße, anfangs noch als „City-Coupé“. Die sichtbare Tridion-Sicherheitszelle, Crashboxen und leicht versetzte Sitze machten ihn unverwechselbar.
Die Ironie dabei: Obwohl bereits die Vision elektrisch war, fuhr der Serien-Smart bis 2018 überwiegend mit Verbrennungsmotor. Hayek stieg 1998 aus, weil Daimler damals offenbar keine Zukunft in Elektro- oder Hybridantrieben sah - eine von vielen Fehleinschätzungen des Managements. Erst später folgten e-Versionen. Heute gehört die Marke einem Joint Venture von Mercedes-Benz und Geely. Die Fortwo-Produktion in Europa endete 2024, und das Portfolio besteht aus den e-SUVs #1, #3 und #5. Der smart #2 holt die Marke nun zu ihrem Kern zurück.
Zurück zu den Wurzeln: Warum uns der neue smart #2 neugierig macht
Der smart #2 greift die Ursprungsidee auf, nämlich wenig Auto für viel Stadt, und verbindet sie mit moderner e-Technik. Ein Einstiegspreis unter 20.000 € und bis zu 290 km Reichweite klingen für uns vielversprechend. Noch sind alle Werte aber vorläufig, und wie Verbrauch, Ladekurve und Alltag in der Praxis ausfallen, müssen Tests zeigen. Wir bleiben dran.
Bei voylt erklärt dir das e-Wiki Begriffe wie WLTP, LFP und V2L, und in unserer Fahrzeugsuche vergleichst du aktuelle e-Kleinwagen. Über unsere kostenlose Probefahrtvermittlung kannst du schon heute e-Autos live ausprobieren, bis der smart #2 rollt. Was denkst du: Braucht die Stadt den Zweisitzer zurück?
Recherche KI-unterstützt | Bilder: Smart, Mercedes-Benz, Wikipedia




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