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Citroën 2CV Concept: Die Ente ist zurück – und zeigt sich erstmals live in Paris!

vor 3 Stunden
3 Min. Lesezeit
Citroën 2CV Concept

Fiat hat es mit dem 500 vorgemacht, Renault mit R5, R4 und Twingo – und jetzt zieht auch Citroën nach: Die Marke hat eine der bekanntesten Ikonen der Automobilgeschichte als e-Auto zurückgebracht. Auf dem Pariser Autosalon 2026 feierte das Citroën 2CV Concept seine Weltpremiere – als Vorbote eines Serienmodells, das ab 2028 bezahlbare e-Mobilität nach Europa bringen soll. Nach unserem ersten Bericht - noch mit KI-Bildern und vielen Fragezeichen - fassen wir zusammen, wie das Concept Car aussieht und was du über das Comeback der Ente schon jetzt wissen musst.


Weltpremiere in Paris des Citroën 2CV Concept: Das ist jetzt offiziell


Den Startschuss gab Citroën bereits im Mai 2026, als Konzernmutter Stellantis im Rahmen ihres neuen Strategieplans die Rückkehr der Ente ankündigte. Die eigentliche Enthüllung folgte dann zum Auftakt des Mondial de l'Auto in Paris (7. bis 18. Oktober 2026): Mit dem 2CV Concept zeigt Citroën erstmals, wie die Neuauflage tatsächlich aussieht – passenderweise am selben Ort, an dem auch das Original 1948 debütierte. Laut Citroën soll das Serienmodell "innerhalb der nächsten zwei Jahre" vorgestellt werden und 2028 in die Modellpalette aufgenommen werden – pünktlich zum 80. Jubiläum der Original-Premiere. Gebaut werden soll der neue 2CV in Europa.


Citroën 2CV Concept

Design und Technik: Zwischen Ami und C3


Mit 3,76 Metern fällt das Concept Car sogar kürzer aus als das historische Original und positioniert sich damit unterhalb von Citroën C3 und Ami – in etwa auf Höhe eines VW ID.Polo. Beim Gewicht peilt Citroën rund eine Tonne an, deutlich weniger als die meisten heutigen e-Autos. Der Gedanke dahinter: weniger Gewicht erlaubt eine kleinere, günstigere Batterie und verbessert die Effizienz. Offizielle Angaben zu Akkugröße, Reichweite und Leistung bleibt Citroën bislang schuldig – die Reichweite sei "auf den Alltag zugeschnitten", mehr verrät der Hersteller nicht. Nach ersten Einschätzungen könnte sich das Serienmodell an der ë-C3 Urban Range mit rund 30 kWh Batterie und etwa 100 PS orientieren; mit einer langstreckentauglichen Reichweite sollte man eher nicht rechnen. Karosserie und Bauteile sind konsequent auf einfache Fertigung und Reparaturfreundlichkeit ausgelegt: Stoßfänger und Karosserieelemente lassen sich laut Citroën einzeln austauschen. Die Silhouette zitiert das Original mit runden, freistehenden Scheinwerfern samt LED-Lichtsignatur, markanter Motorhaube, ausgeprägten Kotflügeln und sichtbaren Scheibenwischern. Dazu kommen 18-Zoll-Stahlräder im Retro-Look und die Lackierung "Infra Red" – eine Mischung aus Orange, Gelb und Rot.


  • Citroën 2CV Concept
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Innenraum: Spielerisch, reduziert, mit Eierhalter

Auch im Innenraum setzt Citroën auf Einfachheit statt klassisches Cockpit: Ein zentraler Zylinder vereint Einspeichenlenkrad, Schalthebel und Fahrstufenwähler, ergänzt um ein Smart-Vision-Display und einen 8 Zoll großen Touchscreen mit (noch?) comicartiger Grafik. Besonders ungewöhnlich ist auch das herausnehmbare Radio "Radioën", das sich auch als Lautsprecher außerhalb des Autos nutzen lässt – ideal fürs Picknick. Ein Stoff-Faltdach, ein herausnehmbarer Aufbewahrungskorb statt Mittelkonsole und ein ausziehbarer Beifahrersitz, der zur Liegefläche wird, runden das verspielte Konzept ab.


  • Citroën 2CV Concept Innenraum
  • Citroën 2CV Concept Innenraum
  • Citroën 2CV Concept Innenraum

Viele Details spielen bewusst mit der Geschichte der Ente: Die Türablagen sind für den Transport von Eiern ausgelegt – eine Anspielung auf das legendäre Lastenheft des Originals. Auf den Pedalen sitzen eine Schildkröte fürs Bremsen und ein Hase fürs Gas, Hupe und e-Motor sollen zudem an den charakteristischen Sound der historischen Ente erinnern. Ob all diese Details – darunter auch die durchgehende Sitzbank ohne Kopfstützen – tatsächlich in die Serie kommen, ist offen: Für die Straßenzulassung müssten einige Lösungen noch an geltende Sicherheitsvorschriften angepasst werden.


Preis und Marktstrategie: Antwort auf China


Das wohl wichtigste Detail bleibt der angepeilte Einstiegspreis von rund 15.000 Euro. Damit positioniert sich Citroën als europäische Antwort auf günstige e-Autos aus China. Hintergrund: Die EU will mit einer neuen, kompakten e-Fahrzeugklasse (Berichten zufolge "M1E") Kleinstwagen bis 4,20 Meter Länge gezielt fördern – unter anderem über CO₂-Supercredits für Hersteller, was attraktive Leasingraten und Rabatte wahrscheinlich macht. Anders als Leichtkraftfahrzeuge müssen diese Autos aber vollwertige Crashstandards und die Abgasnorm Euro 7 erfüllen.


Citroën 2CV Concept

Wirtschaftlich ist das Comeback kein Zufall: Stellantis verzeichnete 2025 einen Verlust von über 20 Milliarden Euro, bezahlbare e-Kleinwagen gelten als wichtiger Hebel gegen den Marktanteilsverlust an chinesische Hersteller. Renault hat mit der elektrischen R5 bereits gezeigt, dass sich Retro-Elektromobilität auch kommerziell auszahlt.


Zwei Jahre bis zur Serienversion


Das 2CV Concept ist noch eine Studie – nach Angaben der Designer soll sie aber bereits zu 99,5 % der kommenden Serienversion entsprechen. Einige Details, etwa die minimalistischen Außenspiegel oder das links positionierte Kennzeichen, dürften sich bis zur EU-Typgenehmigung aber noch ändern. Bis zum geplanten Marktstart 2028 heißt es also leider erst mal: abwarten. Mit einem Einstiegspreis unter 15.000 Euro und dem emotionalen Kapital der Ente im Rücken hat Citroën aber schon jetzt viele Zutaten für einen echten Verkaufserfolg beisammen.


Citroën 2CV Concept

Wir halten dich auf voylt.com auf dem Laufenden, sobald es neue Details zum Serienmodell gibt. Mehr Hintergrundwissen zu e-Autos findest du in unserem e-Wiki, und wer die "Ente" live erleben möchte, sobald sie auf die Straße kommt, kann sich dann über unsere kostenlose Probefahrtvermittlung informieren.


Daten und Bilder: Citroën

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