Audi A2 e-tron: Der günstigste Elektro-Audi kommt mit bis zu 646 Kilometern Reichweite

Audi hat am 7. September 2026 in Paris seinen neuen Einstiegsstromer vorgestellt: den Audi A2 e-tron. Der Name weckt Erinnerungen an den sparsamen Kult-Kompakten von 1999, doch technisch hat das neue Modell nichts mehr mit dem Original gemeinsam. Audi-CEO Gernot Döllner bringt den Anspruch dahinter auf den Punkt: Damit Elektromobilität in Europa erfolgreich sein könne, müsse sie im Alltag „effizient, attraktiv und einfach nutzbar" sein. Wir haben uns die offiziellen Daten von Audi genauer angesehen und zeigen dir, was der günstigste e-Audi aller Zeiten wirklich kann.
Effizienz als zentrales Versprechen
Der Audi A2 e-tron soll laut Hersteller das effizienteste Serienmodell der Markengeschichte sein. Die Version mit 140 kW und optionalem Effizienzpaket kommt nach WLTP auf einen Verbrauch von nur 12,8 kWh pro 100 Kilometer. Möglich macht das unter anderem ein cw-Wert von 0,24 – Bestwert im Audi-Kompaktsegment. Dazu tragen ein steuerbarer Kühllufteinlass, ein weitgehend geschlossener Unterboden sowie speziell entwickelte Aero-Räder mit sogenannten „Gap Reducern" bei, die den Spalt zwischen Rad und Radhaus verringern. Mit 4,32 Metern Länge und 2,77 Metern Radstand bewegt sich der A2 e-tron in klassischen Kompaktwagen-Dimensionen, bietet dank kurzer Überhänge aber ein überraschend großzügiges Platzangebot. Das Kofferraumvolumen liegt bei 396 Litern, mit umgeklappter Rücksitzlehne wachsen daraus 1.336 Liter.

Antrieb, Batterie und Ladeleistung
Beim Antrieb setzt Audi durchgängig auf Heckantrieb mit permanenterregten Synchronmaschinen. Vier Leistungsstufen stehen zur Wahl: von 125 kW (170 PS) in der Basis bis 240 kW (326 PS) im Topmodell, das in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet. Dazu kombiniert Audi drei Batteriegrößen: 52 und 61 kWh in LFP-Chemie für die beiden schwächeren Varianten sowie eine 84-kWh-NMC-Batterie für die stärkeren Ausführungen. Die maximale Reichweite von 646 Kilometern nach WLTP erreicht die 170-kW-Version mit der großen Batterie. Geladen wird mit bis zu 183 kW an der DC-Gleichstromsäule, was den Ladevorgang von 10 auf 80 % in 29 Minuten erledigt. Die kleinere 52-kWh-Batterie lädt mit bis zu 100 kW in 24 Minuten auf denselben Stand. An der heimischen Wallbox liegt die Ladeleistung unabhängig von der Batteriegröße bei bis zu 11 kW – Werte, die im aktuellen Wettbewerbsumfeld eher solide als spektakulär ausfallen. Wer den A2 e-tron als Zugfahrzeug nutzen möchte, darf sich über eine Anhängelast von bis zu 1.600 Kilogramm freuen.

Bidirektionales Laden und viel Serienausstattung
Ein Highlight ist das serienmäßig vorbereitete bidirektionale Laden. Über Vehicle-to-Load (V2L) lassen sich externe Geräte wie e-Bikes, Werkzeug oder Campingausrüstung direkt aus dem Fahrzeug versorgen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist zusätzlich Vehicle-to-Home (V2H) möglich: Mit einer kompatiblen DC-Wallbox kann der A2 e-tron als Pufferspeicher für die eigene Photovoltaikanlage dienen und überschüssigen Strom zurück ins Hausnetz speisen.
Zur Serienausstattung zählen ein Notbrems-, Ausweich- und Aufmerksamkeitsassistent, ein adaptiver Geschwindigkeitsassistent sowie Einparkhilfe plus und Rückfahrkamera – Assistenzsysteme, die man sonst eher aus höheren Fahrzeugklassen kennt. Im Innenraum sorgt ein MMI-Panoramadisplay aus 11,9-Zoll-Kombiinstrument und 12,8-Zoll-Touchscreen für die Bedienung, ergänzt um einen KI-gestützten Audi assistant. Neu ist außerdem das serienmäßige Fidlock-Magnetbefestigungssystem für Zubehör wie Becherhalter oder Ladekabeltasche – laut Audi ein Novum im Premiumsegment.
AUDI A2 e-tron Innenraum AUDI A2 e-tron Innenraum AUDI A2 e-tron Cockpit
Der neue AUDI A2 e-tron: Produktion, Preise und Marktstart
Gebaut wird der A2 e-tron im Audi-Stammwerk Ingolstadt, gemeinsam mit der Karosserie des Audi A3 auf denselben Anlagen. Nach Unternehmensangaben nutzt Audi dabei mehr als 1.200 bestehende Fertigungskomponenten und rund 250 bereits eingesetzte Roboter – der Wagen soll dadurch 21 Monate schneller zur Serienreife gekommen sein als vergleichbare Vorgängermodelle.
Bestellbar ist der Audi A2 e-tron ab dem 10. September 2026, die ersten Fahrzeuge sollen im Dezember bei den Händlern stehen. Die Preise in Deutschland starten bei 38.200 Euro für die Basisversion mit 125 kW und 52-kWh-Batterie. Die 61-kWh-Variante kostet ab 41.900 Euro, die beiden Topversionen mit 84-kWh-Batterie liegen bei 48.900 beziehungsweise 51.200 Euro.

Unser Ausblick: Ein wichtiger Schritt für bezahlbare Premium-Elektromobilität
Mit dem A2 e-tron positioniert sich Audi bewusst unterhalb des bisherigen Einstiegsmodells Q4 e-tron und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Modellen wie dem VW ID.3 oder Cupra Born, mit denen er sich die technische Basis teilt. Der Fokus auf Effizienz statt reiner Batteriegröße und die serienmäßige Vielzahl an Assistenzsystemen könnten dem Modell helfen, sich vom Wettbewerb abzuheben. Ganz günstig ist das Comeback allerdings nicht: Unterboten wird der Einstiegspreis von 38.200 Euro im eigenen Konzern nur vom Verbrenner-A3 oder vom VW ID.3 – die F.A.Z. bringt es in ihrer Erstbewertung auf den Punkt, wenn sie fragt, ob sich der einstige Verkaufs-Flop des Original-A2 nicht doch wiederholen könnte. Döllner selbst formuliert den Anspruch pointiert: „Er passt die Elektromobilität an ihr Leben an" – nicht umgekehrt. Wie sich der Wagen im Alltag schlägt, zeigt sich erst mit den ersten Testfahrten – wir bleiben dran und berichten, sobald es weitere Details gibt.

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Quelle und Bilder: AUDI AG, F.A.Z. | Recherche KI-unterstützt



