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Segway präsentiert ZT3 MAX und MAX G3 Pro: Neue e-Scooter-Flaggschiffe mit ehrlicher Reichweite!

vor 2 Stunden
4 Min. Lesezeit

Segway hat am 7. Oktober 2026 auf einem europäischen Medienevent in Köln und Paris zwei neue Top-Modelle vorgestellt: den geländetauglichen Segway ZT3 MAX und den Langstrecken-Pendler Ninebot MAX G3 Pro. Fast noch spannender als die Datenblätter ist dabei die Frage, wie Segway die Reichweite misst – nämlich bei Höchstgeschwindigkeit statt im gemütlichen Sparmodus. Wir haben uns die Ankündigung angesehen und ordnen für dich ein, was dahintersteckt.


  • Segway ZT3 MAX
  • Ninebot MAX G3 Pro


Reichweite bei Höchstgeschwindigkeit: Schluss mit geschönten Laborwerten?


Kennst du das? Im Prospekt stehen 70 Kilometer, im Alltag ist nach der Hälfte Schluss. Das liegt oft daran, dass Reichweiten unter Idealbedingungen ermittelt werden – mit gedrosseltem Tempo und einem auf den Test optimierten Eco-Modus. Segway geht hier einen anderen Weg und lässt seine Reichweitenangaben bereits seit 2024 nach dem Ansatz „Reichweite bei Höchstgeschwindigkeit“ vom TÜV Rheinland zertifizieren. Nach eigenen Angaben war Segway damit die erste e-Kickscooter-Marke mit einer solchen unabhängigen Prüfung.


Für die neuen Flaggschiffe wurden die Bedingungen noch einmal verschärft: Jeder Fahrmodus wird bei voller Geschwindigkeit gefahren, bis der Scooter nicht mehr mindestens 60 % seiner Höchstgeschwindigkeit halten kann. Bei den in Deutschland erlaubten 20 km/h heißt das: Gemessen wird, bis er unter 12 km/h fällt. Eine künstliche Drosselung zugunsten der Reichweite gibt es nicht. Beide neuen Modelle haben die aktualisierte Zertifizierung bereits bestanden.


Wir finden: Das ist ein echter Schritt in Richtung Vergleichbarkeit. Eine kleine Einordnung gehört trotzdem dazu – Fahrergewicht, Temperatur, Steigungen und Reifendruck beeinflussen die Reichweite weiterhin deutlich. Ein einheitlicher, gesetzlich vorgeschriebener Messstandard für e-Scooter existiert bislang nicht.


Segway ZT3 MAX: Kraftpaket für Kopfsteinpflaster und Steigungen

Segway ZT3 MAX

Der Segway ZT3 MAX richtet sich an alle, deren Arbeitsweg eher nach Hindernisparcours als nach glattem Radweg aussieht. Sein Motor kommt auf 2.200 Watt – das sind 38 % mehr als beim Vorgänger ZT3 Pro. Wichtig zum Verständnis: Dabei handelt es sich um die Spitzenleistung. Die für die deutsche Zulassung maßgebliche Nenndauerleistung ist nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) auf 500 Watt begrenzt. Die Extra-Power zeigt sich vor allem beim Anfahren und am Berg: Steigungen bis 30 % sollen kein Problem sein. Die Reichweite bei 20 km/h gibt Segway mit 72 Kilometern an.


Gebremst wird über zwei 140-mm-Scheibenbremsen, die mit einem intelligenten kombinierten Bremssystem (ICBS) zusammenarbeiten – ein Hebel verteilt die Bremskraft dabei auf beide Räder. Dazu kommt ein elektronisches Antiblockiersystem (E-ABS), das ein Blockieren der Räder verhindern soll. Für Komfort sorgen eine zweistufige Hydraulikfederung vorne und hinten sowie eine Doppelgabelbrücke vorn. Das 12-Zoll-Vorderrad und das 11-Zoll-Hinterrad helfen zusätzlich, Bordsteinkanten und Schlaglöcher entspannter zu nehmen.


Ninebot MAX G3 Pro: 100 Kilometer für Vielpendler

Ninebot MAX G3 Pro

Der Ninebot MAX G3 Pro ist das Gegenstück für lange Alltagsstrecken. Herzstück ist ein Akku mit 899 Wh und 19,2 Ah, der laut Segway 100 Kilometer bei Höchstgeschwindigkeit schafft. Zum Vergleich: Damit kommst du bei einem täglichen Pendelweg von zehn Kilometern pro Richtung theoretisch eine ganze Arbeitswoche ohne Steckdose aus.

Geladen wird über eine integrierte Schnellladefunktion mit nur einem Kabel; alternativ lassen sich zwei Ladeanschlüsse gleichzeitig nutzen. Ein 2,4-Zoll-TFT-Farbdisplay zeigt eine Turn-by-Turn-Navigation an, sodass dein Smartphone in der Tasche bleiben kann.


Auch hier verzögern zwei 140-mm-Scheibenbremsen mit intelligentem Bremssystem. Selbstdichtende Reifen sowie ein Gehäuse nach IPX6 (geschützt gegen starkes Strahlwasser) und ein Akku nach IPX7 (geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen) machen den MAX G3 Pro zum Schlechtwetter-tauglichen Begleiter.


Beide Modelle wurden übrigens bereits bei den GPTIA Awards 2026, vergeben in Zusammenarbeit mit der IFA Berlin, mit Gold ausgezeichnet: der ZT3 MAX in der Kategorie „All-Terrain Electric Scooter Technology“, der MAX G3 Pro in „Long-Range Riding Technology“.


Service vor Ort statt Scooter im Paket


Mindestens genauso wichtig wie die Technik: Was passiert, wenn mal etwas kaputtgeht? Segway baut dafür sein europäisches Servicenetz über den Fachhandel aus. Zertifizierte Segway Service Dealer sollen Diagnose, Originalersatzteile und Reparatur direkt vor Ort anbieten. Kleinere Reparaturen kannst du über ein Selbstreparatur-Programm mit Ersatzteilen, Werkzeugsets und mehrsprachigen Videoanleitungen selbst erledigen. Dank wartungsfreundlicher Konstruktion und Ferndiagnose sollen die häufigsten Probleme künftig innerhalb von 30 Minuten erkannt und behoben werden. Der Verkauf beider neuen Modelle startet im November 2026 in Deutschland und Frankreich – über Segways Onlineshop und die autorisierten Service Dealer. Weitere europäische Märkte sollen folgen. Preise hat Segway allerdings bislang noch nicht genannt.


Mehr Ehrlichkeit auf zwei kleinen Rädern


Mit dem Segway ZT3 MAX und dem Ninebot MAX G3 Pro zielt Segway klar auf Menschen, die ihren e-Scooter täglich nutzen und sich auf ihn verlassen wollen. Besonders der Reichweitenstandard bei Höchstgeschwindigkeit gefällt uns, weil er Angaben endlich alltagsnäher macht – ob die Werte auch im echten Straßenverkehr halten, wird sich in den ersten Praxistests zeigen.


Hierzu sagt Johnny Zhang, Vice President der Segway Micromobility Business Group: „Fahrerinnen und Fahrer wollten vor allem eines wissen. Wie weit komme ich mit

meinem E-Kickscooter wirklich, bei dem Tempo, das ich tatsächlich fahre?“


Bei voylt findest du in unserer Fahrzeugsuche weitere e-Scooter im Vergleich, und unser e-Wiki erklärt dir alles rund um eKFV, Versicherungskennzeichen und Akkupflege. Und wenn du lieber selbst ausprobierst, statt Datenblätter zu lesen: Über unsere kostenlose Probefahrtvermittlung kannst du viele Modelle unverbindlich testen.


Was ist dir wichtiger – maximale Reichweite oder Offroad-Qualitäten?


Bilder: Segway

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