MG Cyberster: Der Elektro-Roadster mit Scherentüren im Check
- Johannes Haas
- vor 2 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

Ein waschechter Elektro-Roadster mit Scherentüren – klingt nach Zukunftsmusik, gibt's aber schon zu kaufen! Der MG Cyberster mischt seit Ende 2024 das Segment der offenen Sportwagen auf und zeigt eindrucksvoll, dass E-Mobilität und Fahrspaß kein Widerspruch sein müssen. Wir haben ein XPOWER-Modell vom Autohaus Thomas in Bonn probegefahren, uns Preis, Technik und Ausstattung genauer angeschaut und verraten dir, für wen sich der Cyberster wirklich lohnt.
Die Highlights des MG Cyberster auf einen Blick:
Spektakuläre Scherentüren, die schon beim Einsteigen für Wow-Momente sorgen
Bis zu 510 PS und 0–100 km/h in nur 3,2 Sekunden (XPOWER-Version)
Bis zu 509 km WLTP-Reichweite dank 74,4-kWh-Batterie
Fahrwerk mitentwickelt vom italienischen Formel-1-Ingenieur Marco Fainello
Wärmepumpe sowie Sitz- und Lenkradheizung für ganzjährigen Fahrspaß
Für 2026 aufgefrischt mit neuen Farben, Black Edition und mehr Kofferraum
Preis und Modellvarianten
Der MG Cyberster startet bei 64.990 Euro für die Basisversion mit Heckantrieb und 340 PS. Wer es sportlicher mag, greift zur XPOWER-Variante mit Allradantrieb und 510 PS – die kostet ab 69.990 Euro. Aktuell und nur bis zum 30.09.2026 gibt es 6.000 Euro EV-Bonus - zusätzlich zu einem evtl. Umweltbonus.
Antrieb und Fahrleistungen
Beim Fahrspaß hält sich der Cyberster nicht zurück. Schon die Basisversion sprintet mit 340 PS in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 195 km/h Spitze. Wer richtig Gas geben will, greift zur XPOWER-Version: 510 PS und Allradantrieb katapultieren dich in nur 3,2 Sekunden auf Landstraßentempo, bei 200 km/h ist Schluss. Das maximale Drehmoment liegt bei 475 Nm (Standard) beziehungsweise satten 725 Nm (XPOWER) – ordentlich Punch für einen offenen Zweisitzer.

Batterie und Reichweite
Unabhängig von der Leistungsvariante steckt im Cyberster immer dieselbe 74,4-kWh-Nettobatterie. Der Verbrauch unterscheidet sich aber: Die Basisversion begnügt sich mit 16,7 kWh/100 km und kommt so auf bis zu 509 km WLTP-Reichweite. Die durstigere XPOWER-Version verbraucht 19,1 kWh/100 km, was die Reichweite auf rund 443 km drückt. Ans Schnellladen angeschlossen, füllt sich die Batterie mit bis zu 150 kW – von 10 auf 80 Prozent dauert das etwa 38 Minuten. An der Wallbox oder öffentlichen AC-Säule lädt der Cyberster dreiphasig mit maximal 11 kW – eine volle Ladung von leer auf voll dauert damit rund 7,5 Stunden. Wer nur einen einphasigen Hausanschluss hat, muss mit spürbar geringerer Ladeleistung rechnen.
Ausstattung und Technik
Im Innenraum wird der Cyberster zum echten Erlebnis: Ein Infotainment-System auf Basis eines Qualcomm-Snapdragon-8155-Chips mit Unreal-Engine-4.0-Grafik sorgt für ordentlich Rechenpower, dazu gibt's einen kräftigen Sound von Bose. Für die nötige Verzögerung sorgen Brembo-Bremsen mit Vierkolben-Festsätteln, während ein hochsteifer Überrollbügel für Sicherheit im offenen Fahrbetrieb sorgt. Wärmepumpe sowie Sitz- und Lenkradheizung machen den Roadster auch an kühleren Tagen alltagstauglich – ein Detail, das man bei einem Cabrio nicht selbstverständlich erwarten würde.
Für das Modelljahr 2026 hat MG nachgelegt: Neue Lackfarben wie Iris Green und Andes Grey, eine Black Edition mit glänzenden Felgen, frische Innenraum-Farbkombinationen, elektrische Lordosenstützen, ein verbessertes Windschott, mehr Kofferraum und ein optimiertes Spracherkennungssystem runden das Paket ab.
Die Top 5 Vorteile:
Einzigartiges Design: Scherentüren und Roadster-Silhouette gibt's aktuell bei keinem anderen Elektroauto in dieser Form.
Starke Fahrleistungen: Vor allem die XPOWER-Version spielt mit 3,2 Sekunden auf 100 km/h in einer Liga mit deutlich teureren Sportwagen.
Solide Reichweite: Bis zu 509 km WLTP sind für einen Roadster dieser Klasse ein starker Wert.
Alltagstauglich trotz Cabrio: Wärmepumpe und Sitzheizung machen ihn auch im Winter nutzbar.
Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis: Im Vergleich zu Verbrenner-Roadstern oder Sportwagen anderer Premiummarken ist der Cyberster überraschend erschwinglich.
Die Top 5 Nachteile
Reines Zweisitzer-/Roadster-Konzept: Für Familien oder mehrere Mitfahrer ungeeignet, Stauraum sehr eingeschränkt (auch kein Frunk, z.B. für Ladekabel)
Geringere Reichweite bei XPOWER: Wer die volle Leistung will, muss bei der Reichweite Abstriche machen (nur 443 km nach WLTP ), was für die normale Nutzung aber vollkommen ausreichend sein sollte.
Ladeleistung ausbaufähig: 150 kW (DC) bzw. 11kW (AC) sind solide, aber nicht mehr Spitzenklasse im Vergleich zu neueren Elektroautos.
Ergonomie und Bedienung: Bedienkomfort nicht gut gelöst, Navi nur über den linken Bildschirm, dadurch Sicht stark eingeschränkt. Verschiedene Tests bemängeln kleinere Schwächen bei der Ladeplanung.
Eher Lifestyle- als Vernunftauto: Kofferraum und Alltagspraktikabilität bleiben trotz Verbesserungen 2026 überschaubar.
Fazit
Der MG Cyberster ist ein echtes Statement: Er beweist, dass Elektroautos leidenschaftlich, laut im Auftritt und trotzdem alltagstauglich sein können. Kleinere Schwächen bei Ergonomie und Ladeplanung verzeiht man ihm angesichts des Showeffekts und der starken Fahrleistungen gerne. Für alle, die einen elektrischen Roadster abseits des Mainstreams suchen, ist er aktuell nahezu konkurrenzlos.
















