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e-Autos kaum noch teurer als Verbrenner – das Preis-Argument bröckelt

  • Autorenbild: Silvia Josten
    Silvia Josten
  • 7. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Man mit handy steht an ladendem e-auto

Tschüss, Ausrede: Die größte Hürde für e-Auto-Skeptiker schmilzt wie Schnee in der Sonne. Eine neue Studie zeigt, dass Elektroautos kaum noch teurer sind als vergleichbare Verbrenner.

Wer bei Diskussionen über Elektromobilität bisher mit "viel zu teuer" kontern konnte, muss sich neue Argumente suchen. Die Preisschere schließt sich nämlich rasant – und das schneller als gedacht.


Von 7.500 auf 1.600 Euro: Die Differenz schmilzt dahin

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hat nachgerechnet: Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen 20 besonders gefragten Verbrennern und reinen Elektromodellen liegt aktuell bei gerade mal 1.600 Euro. Zum Vergleich: Vor gut einem Jahr waren es noch satte 7.500 Euro Unterschied.

Klar, die Fahrzeugauswahl hat sich etwas verändert, aber der Trend ist eindeutig. Und Dudenhöffer ist sich sicher: "Wir stehen kurz vor der Preisgleichheit zwischen Elektroauto und Verbrenner."


Rabattschlacht macht's möglich

Aber woher kommt dieser drastische Preissturz? Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Die Hersteller hauen ordentlich Rabatte raus. Während im September 2024 noch durchschnittlich 12,9 Prozent Nachlass drin waren, sind es im Oktober bereits satte 19 Prozent gewesen.

Besonders spendabel zeigen sich aktuell Seat, BMW, Opel, Kia und der chinesische Hersteller BYD. Wichtig zu wissen: Dudenhöffer schaut nicht auf die oft unrealistischen Listenpreise, sondern auf das, was die Autos nach allen Rabatten und Goodies tatsächlich kosten – die sogenannten Transaktionskosten.


Gebrauchtwagen-Schwemme drückt zusätzlich

Ein weiterer Preistreiber nach unten: Viele Hersteller schieben gerade massiv Tageszulassungen und Vorführwagen in den Markt. Die landen dann ziemlich schnell mit wenigen Kilometern auf dem Gebrauchtwagenmarkt – und das drückt natürlich auch die Neuwagenpreise.


Neue Einstiegsmodelle machen e-Mobilität zugänglicher

Hinzu kommt: Die Modellpalette wird endlich vielfältiger und erschwinglicher. Tesla hat eine günstigere Einstiegsvariante des Model Y nachgelegt, der neue Mini Elektro kommt mit deutlich niedrigerem Listenpreis daher. Plötzlich wird Elektromobilität auch für Normalverdiener realistisch.


Skaleneffekte: Es wird noch günstiger

Die gute Nachricht: Der Trend geht weiter. Mit steigenden Produktions- und Verkaufszahlen von e-Autos verbessern sich die Fixkosten im Vergleich zu Verbrennern kontinuierlich. Was in der Wirtschaft als "Skaleneffekt" bekannt ist, kommt jetzt der e-Mobilität zugut.


Das Totschlagargument ist tot

Lange war der hohe Anschaffungspreis das Argument der e-Auto-Kritiker. Reichweite? Wird besser. Ladeinfrastruktur? Wird ausgebaut. Aber der Preis – der war lange Zeit ein echtes Problem.

Jetzt fällt dieses Argument weg. Wer noch vor einem Jahr berechtigt auf den Preisunterschied hinweisen konnte, steht heute mit deutlich weniger stichhaltigen Einwänden da. Bei nur noch 1.600 Euro Differenz lässt sich kaum noch von "unbezahlbar" sprechen – vor allem, wenn man die niedrigeren Betriebs- und Wartungskosten von e-Autos mit einrechnet.


e-Autos vs. Verbrenner: Die Ausreden werden knapp

Die Elektromobilität ist erwachsen geworden. Sie ist nicht mehr nur was für Early Adopter mit dickem Geldbeutel, sondern wird massenmarkttauglich. Für alle, die bisher "zu teuer" gerufen haben: Tja, dieses Argument hat sich gerade in Luft aufgelöst.

Willkommen in der neuen Ära der Elektromobilität – jetzt auch für den Durchschnittsgeldbeutel erschwinglich.

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