top of page

So zufrieden wie nie - aber die e-Auto-Zufriedenheitsstudie 2026 zeigt große Markenunterschiede

vor 4 Stunden
3 Min. Lesezeit
Studie zu e-Auto Zufriedenheit von USCALE: XPeng Top - Opel Flop?
Kundenzufriedenheit: XPeng Top - Opel Flop?

So gern wie nie empfehlen e-Auto-Fahrende ihr Fahrzeug weiter: Der Net Promoter Score steigt auf 38 Punkte, den höchsten Wert der gesamten Zeitreihe. Das zeigt die neue e-Auto-Zufriedenheitsstudie 2026 des Beratungsunternehmens USCALE, für die 4.004 Fahrerinnen und Fahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden. Wir haben uns die Ergebnisse angeschaut: Bei Reichweite und Laden liefern die Hersteller, bei Software und Bedienung bleibt Luft nach oben.


Das zeigt die e-Auto-Zufriedenheitsstudie 2026 bei Reichweite und Laden


Zuerst die gute Nachricht. Der Net Promoter Score (NPS) misst, wie wahrscheinlich es auf einer Skala von 0 bis 10 ist, dass jemand sein Auto Freunden oder Kollegen weiterempfiehlt. Wer 9 oder 10 angibt, zählt als Überzeugte oder Überzeugter, wer 0 bis 6 angibt, als Kritiker. Die Differenz ergibt den Score. Der lag 2023 bei 18, stieg über 24 und 33 und erreicht 2026 nun 38 Punkte.


Ein Grund: Die e-Autos werden besser. 59% der Befragten fahren ein e-Auto mit einer realen Sommerreichweite von 400 km oder mehr, 2025 waren es 50%, 2023 nur 27%. Auch beim DC-Laden (Schnellladen mit Gleichstrom) ist der Fortschritt greifbar: 77% geben eine maximale Ladeleistung von mindestens 150 kW an, 2023 waren es 45%.

Spannend ist, dass die Ansprüche im gleichen Tempo mitwachsen. Nur noch 75% bewerten eine reale Sommerreichweite von 400 km als (sehr) gut, 2025 waren es 79%. Eine Ladeleistung von 150 kW finden nur noch 58% (sehr) gut, im Vorjahr waren es 65%. Der neue Maßstab lautet laut Studie: 200 km Reichweite in 15 Minuten nachladen, das bewerten 75% als gut oder sehr gut. Was gestern begeistert hat, ist heute Standard. Das kennen wir von Smartphones auch.


USCALE-Zufriedenheitsstudie: Entwicklung seit 2023

Software, App und Warntöne: Hier hakt es noch


Beim Laden im Alltag bleibt vieles zäh: 71% berichten von Problemen in den letzten 12 Monaten (2025: 73%, 2024: 75%). Meist startet der Ladevorgang nicht, oder die Ladeleistung fällt unerwartet niedrig aus. Den Support im Fehlerfall bewerten die Befragten schlechter als alle anderen abgefragten Konzepte.


Noch deutlicher wird es bei der Software. Auf die Frage, wo Hersteller nachbessern sollten, steht sie erstmals ganz oben (44%), knapp vor der Ladeleistung (42%) und der Fahrzeug-App (39%). 48% melden Probleme mit ihrer Connect-App, und kein Thema hat sich gegenüber dem Vorjahr stärker verschlechtert als die Softwarequalität.


Neu im Fokus der Studie sind Warntöne. Die Hälfte der Befragten fühlt sich von Warn- und Hinweistönen im Fahrzeug gestört, je nach Marke liegt der Anteil zwischen 29% und über 80%. Allein die Warnungen der Fahrerassistenzsysteme machen 30% aller genannten Probleme aus. Wir finden: Ein Piepton, der alle paar Sekunden nervt, ist eine Designentscheidung und kein Naturgesetz.


USCALE-Zufriedenheitsstudie: Verbesserungswünsche

Von XPeng bis Opel: 113 Punkte Abstand zwischen den Marken


Zwischen dem besten und dem schlechtesten Markenwert liegen 113 NPS-Punkte, und der Abstand wächst weiter. XPeng verteidigt Platz 1, Tesla meldet sich auf Rang 2 zurück, es folgen Skoda und Porsche. Am Tabellenende stehen Opel und Fiat (beide Stellantis) sowie MG. Besonders breit ist die Spanne bei den chinesischen Marken: XPeng liegt ganz vorn, Polestar, BYD und Leapmotor im Mittelfeld, Smart und MG auf den hinteren Plätzen.

Die NPS-Werte in unserer Grafik haben wir aus den veröffentlichten Anteilen der Überzeugten und Kritiker berechnet. Bei XPeng sind keine Kritiker ausgewiesen.


USCALE-Zufriedenheitsstudie: Markenranking

Wichtig zur Einordnung: Die Befragten wurden im Juni und Juli 2026 über Social Media rekrutiert und sind daher nicht repräsentativ für den Durchschnittsfahrer. Sie achten stärker auf Details und loben wie kritisieren die verschiedenen Konzepte deutlicher. Befragt wurden Besitzer vollelektrischer Fahrzeuge, die höchstens drei Jahre alt sind. Es handelt sich um die bereits siebte Ausgabe der Studie, durchgeführt von USCALE.


Was du für deinen nächsten e-Auto-Kauf mitnehmen kannst


Reichweite und Ladeleistung sind für viele Fahrerinnen und Fahrer inzwischen auf einem guten Niveau. Entscheidend wird künftig, wie rund sich ein e-Auto im Alltag anfühlt: Software, App, Navigation und Ladeplanung. Schau deshalb nicht nur aufs Datenblatt, sondern probiere diese Dinge selbst aus. Über unsere kostenlose Probefahrtvermittlung findest du dafür den passenden Termin, in der Fahrzeugsuche vergleichst du Reichweite und Ladeleistung, und im e-Wiki erklären wir Begriffe wie DC-Laden oder NPS.


Und wie sehr sich ein e-Auto inzwischen auch für dich lohnt, kannst du in unserem kostenlosen Vergleichsrechner ermitteln!


Wie wichtig sind dir Reichweite und Software in deinem e-Auto? Schreib uns, wir sind gespannt!


Quelle: USCALE | Bild und Grafiken KI-generiert

bottom of page