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E-Auto im Urlaub laden 2026: Ladekarten, Preise & Routen für Italien, Österreich, Schweiz & Kroatien

E Auto Lade-Anschluss

Ein Roadtrip nach Italien, ein Sommer in Kroatien oder eine Wanderwoche im österreichischen Tirol – immer mehr Reisende packen ihr E-Auto und fahren statt zu fliegen. Das funktioniert 2026 problemlos, wenn du dich auf zwei Dinge vorbereitest: die richtige Ladekarte und einen realistischen Strompreis vor Ort.

Denn die Wahrheit ist: An derselben Säule kann derselbe Ladevorgang doppelt bis viermal so teuer sein – nur weil du die falsche Karte gezückt hast. Roaming-Aufschläge fressen dein Reisebudget, wenn du sie nicht kennst.

Dieser Ratgeber zeigt dir Land für Land, welche Karte sich für deinen Urlaub 2026 lohnt, was eine Kilowattstunde aktuell kostet und welche Adapter du im Handschuhfach haben solltest. Plus: die typischen Stolperfallen, die dich an der Säule sonst kalt erwischen.


Auf einen Blick: Top-Ladekarten und Preise im Sommer 2026


Land

Empfohlene Karte

DC/HPC-Preis (ca.)

Ad-hoc-Aufschlag

🇮🇹 Italien

EnBW mobility+, JuicePass

ab ca. 0,55 €/kWh

+20–40 %

🇦🇹 Österreich

EnBW mobility+, Smatrics

ab ca. 0,52 €/kWh

+30 %

🇨🇭 Schweiz

EnBW mobility+, Swisscharge

ab ca. 0,68 CHF/kWh

+25 %

🇭🇷 Kroatien

ELEN Charge App, EnBW

0,57–0,78 €/kWh

deutlich teurer

🇫🇷 Frankreich

EnBW mobility+, Chargemap

ab ca. 0,49 €/kWh

+20–35 %


Faustregel 2026: Eine EnBW-mobility+-Karte deckt fast ganz Europa ab. Plus eine lokale Backup-Karte fürs Zielland – und du fährst entspannt los.


Die 3 großen Stolperfallen beim Laden im Urlaub



1. Roaming-Aufschlag: Wenn aus 0,55 € plötzlich 1,20 € werden


Genau wie beim Mobilfunk gibt es auch beim Laden ein Roaming-System. Deine Heimatkarte funktioniert zwar an fast jeder Säule in Europa, aber wenn der Anbieter Roaming-Partnerschaften nutzt, schlägt er Aufpreise auf. Ergebnis: Du zahlst an einer Allego-Säule in Italien plötzlich das Doppelte, weil dein deutscher Ladevertrag dort als „Fremdnetz" gilt.


Was du tun kannst:


  • Vor der Reise prüfen, welche Tarife dein Anbieter im Zielland berechnet

  • Anbieter mit transparenter Preisanzeige vor dem Laden wählen (z. B. EnBW mobility+ oder Electroverse)

  • Ad-hoc-Laden via Bankkarte ist zweitteuer – aber besser als unbewusstes Roaming


2. Ad-hoc-Laden: Bequem, aber teuer


Dank der EU-AFIR-Verordnung müssen alle neu gebauten DC-Schnellladestationen ein Bankkarten-Lesegerät bieten. Klingt super – ist es auch, wenn du keine andere Option hast. Aber: Ad-hoc-Tarife liegen meist 20–40 % über dem Vertragspreis. Eine 50-kWh-Ladung kann so schnell 5–10 € teurer werden.


Was du tun kannst:


  • Karte oder App immer vorab einrichten (kostenlos)

  • Bankkarte als Notlösung nutzen, nicht als Standard


3. Karten-Backup vergessen: Wenn die App den Dienst verweigert


Was tun, wenn das Mobilfunknetz im italienischen Bergdorf wegbricht und deine App nicht lädt? Genau – nichts. Außer du hast eine physische RFID-Karte dabei. Anbieter wie EnBW mobility+ und Electroverse verschicken sie kostenlos. Sie liegt im Handschuhfach und rettet dich, wenn die Digital-Lösung versagt.


Was du tun kannst:


  • Mindestens eine RFID-Karte bestellen, idealerweise zwei Wochen vor Abreise

  • Karte und App parallel nutzen – beides per Konto verknüpfen


Top-Ladekarten im Urlaub 2026: Welche Karte für welches Land?


App mit Ladepunkte

Bei der Vielzahl an Anbietern verlierst du schnell den Überblick. Diese fünf Karten und Apps decken zusammen ganz Europa ab – mit einer guten Kombination aus zwei davon kommst du quer durch den Kontinent.


1. EnBW mobility+ – Die Allrounder-Karte


Wenn du nur eine einzige Karte mitnehmen willst, dann diese. Mit über 900.000 Ladepunkten in 17 europäischen Ländern und transparenter Preisstruktur ist EnBW mobility+ 2026 der beste Kompromiss aus Reichweite und Preis.


Vorteile:

  • Einheitliche Preise an EnBW-eigenen Stationen, unabhängig von Tageszeit und Saison; Roaming-Preise variabel (56–89 ct/kWh), aber transparent in der App vor jedem Ladevorgang einsehbar

  • Keine monatliche Grundgebühr im Standard-Tarif

  • Karte und App parallel nutzbar

  • Funktioniert in DE, AT, CH, BE, DK, FR, IT, HR, LI, LU, NL, PL, SE, SK, SI, ES, CZ


Nachteile:

  • Im Vergleich zu lokalen Karten teilweise teurer

  • Bei manchen Roaming-Stationen Aufpreise möglich


Empfehlung: Standard-Tarif für Urlauber ohne monatliche Gebühr.


2. Electroverse (Octopus Energy) – Das Aggregat


Electroverse vom britischen Anbieter Octopus Energy bündelt mehr als 1.200 europäische Ladenetzwerke unter einer App und einer RFID-Karte – die kostenlos per Post kommt.


Vorteile:

  • Über 1 Million Ladepunkte in 40 Ländern

  • Komplett kostenlos, kein Abo


Nachteile:

  • In Italien und Österreich weniger flächendeckend als EnBW

  • Preise je nach Netzwerk unterschiedlich


Empfehlung: Als Backup zur EnBW-Karte, besonders für Skandinavien-Reisen.


3. Plugsurfing – Mit Vorsicht zu genießen


Plugsurfing aus Berlin (seit September 2022 Teil des US-Konzerns Corpay) war jahrelang die Standardkarte vieler E-Autofahrer. Seit November 2025 wurde aber die einheitliche Flatrate abgeschafft – stattdessen gilt ein 3-stufiges Preismodell, das je nach Säulen-Betreiber teils deutlich teurer ist als die Konkurrenz.


Vorteile:

  • Sehr breite Akzeptanz, auch in osteuropäischen Ländern

  • Über 1 Million Ladepunkte in 27 europäischen Ländern

  • Kein Abo zwingend


Nachteile:

  • Bei EnBW, Aral Pulse und EWE Go in Deutschland 0,79 € (AC) / 0,96 € (DC) pro kWh — deutlich teurer als die Hauskarte

  • Bei Ionity über Plugsurfing aktuell 0,74 €/kWh

  • Preise im Ausland variabel, in der App vor jedem Ladevorgang prüfen


Empfehlung: Nicht mehr erste Wahl für Urlauber. Als Reserve-Karte sinnvoll, wenn EnBW/Electroverse mal nicht akzeptiert werden.


4. JuicePass (Enel X) – Der Italien-Spezialist


Wenn du in Italien Urlaub machst, ist JuicePass die App der Wahl. Enel X betreibt das größte italienische Schnellladenetz unter dem Namen Be Charge.


Vorteile:

  • Beste Tarife in Italien, kein Roaming-Aufschlag

  • Sehr dichtes Netz an Schnellladern in Norditalien

  • Auch außerhalb Italiens nutzbar


Nachteile:

  • Außerhalb Italiens teilweise teurer

  • App nur auf Italienisch und Englisch


5. ELEN Charge App – Pflicht für Kroatien


In Kroatien führt an ELEN, dem staatlichen Stromversorger und größten Ladesäulen-Betreiber, kein Weg vorbei.


Vorteile:

  • Beste Preise an kroatischen Ladesäulen

  • Klare Preisstruktur (siehe Länderteil)

  • Günstigere Tarife an Landstraßen-Säulen

  • Mehrsprachig verfügbar


Nachteile:

  • Nur in Kroatien sinnvoll

  • Blockiergebühren bis 0,14 €/Minute nach Standzeit


6. Shell Recharge – Aktuell mit Migrationsproblemen


Shell Recharge (entstanden aus Shells Übernahme von NewMotion 2017) hat ein großes Roaming-Netz. Aber Achtung: Shell migriert die Recharge-App seit 2025 in die normale Shell-App, und das läuft holprig. Es gibt Berichte von Nutzern, deren Ladekarte mitten im Ladevorgang gesperrt wurde.


Vorteile:

  • Sehr großes Roaming-Netz in ganz Europa

  • Tankstellen-Integration mit Shell-Stationen

  • Physische Karte und App parallel


Nachteile:

  • 0,35 € Transaktionsgebühr pro Ladevorgang (max. 7 €/Monat)

  • Aktuell App-Migration mit Funktionsstörungen — für Urlauber 2026 unzuverlässig

  • Roaming-Aufschläge nicht immer transparent


Empfehlung: Aktuell nicht für Urlaub buchen. Erst stabilisierte App abwarten.



💡 Empfehlung Sommer 2026:


EnBW mobility+ als Hauptkarte + Electroverse als kostenloser Allrounder + lokale Spezialisten-App fürs Zielland (JuicePass für Italien, ELEN für Kroatien). Plugsurfing und Shell Recharge würden wir 2026 — anders als noch in den Vorjahren — nicht mehr empfehlen.


Land für Land: Laden, Preise und Besonderheiten 2026


Landschaftsaufnahme mit Brücke in Kroatien

🇮🇹 Italien: Top im Norden, dünner im Süden


Italien hat in den letzten Jahren massiv ausgebaut – besonders im Norden (Südtirol, Trentino, Lombardei) und entlang der Hauptverkehrsachsen findest du flächendeckend Schnellladestationen mit bis zu 350 kW.


Wo du am günstigsten lädst:

  • Brennerautobahn (A22): Eigene Säulen mit Sonderkonditionen für Reisende

  • Norditalien: Be Charge / Enel X via JuicePass (ohne Roaming-Aufschlag)

  • Großstädte: Mailand, Rom, Neapel gut versorgt


Preise 2026 (Richtwerte):

  • AC-Laden (11–22 kW): ca. 0,40–0,55 €/kWh

  • DC-Schnellladen: ca. 0,55–0,75 €/kWh

  • HPC (über 150 kW): bis 0,89 €/kWh


Wichtig zu wissen:

  • Park-Strafe: An italienischen Ladesäulen darf nur geparkt werden, wenn das Auto auch lädt. Für Falschparken sieht der Codice della Strada Bußgelder zwischen 85 und 338 € vor

  • City-Maut-Vorteile: In Mailand und Bologna fahren registrierte E-Autos kostenfrei in Verkehrsbeschränkungszonen (ZTL)

  • Hotel-Wallboxen: Viele Hotels in der Toskana und am Gardasee bieten Lademöglichkeiten – frag bei Buchung gezielt nach


🇦🇹 Österreich: Dichtes Netz mit E-Kennzeichen-Privilegien


Österreich hat eine der besten Ladeinfrastrukturen Europas. Wien führt mit über 250 Ladepunkten pro 100 km, gefolgt von Tirol, Salzburg und Vorarlberg.


Wo du am günstigsten lädst:

  • Smatrics: Größter österreichischer Anbieter, gute Pauschaltarife

  • EnBW HyperNetz: Voller Roaming-Zugang ohne Aufschläge

  • Hofer und Hagebaumarkt: Kostenloses Laden während des Einkaufs


Preise 2026 (Richtwerte):

  • AC-Laden: ca. 0,35–0,50 €/kWh

  • DC-Schnellladen: ca. 0,52–0,69 €/kWh

  • HPC: bis 0,79 €/kWh


Wichtig zu wissen:

  • E-Kennzeichen-Privileg: Fahrzeuge mit grünem E-Kennzeichen sind von den IG-L-Tempolimits auf Autobahnen befreit (gilt nicht für Plug-in-Hybride)

  • Wien: An öffentlichen Ladesäulen während des Ladens keine Parkgebühr

  • Vignette: Auch E-Autos brauchen die Maut-Vignette für Autobahnen


🇨🇭 Schweiz: Sehr gut ausgebaut, aber teuer


Die Schweiz hat ein engmaschiges Ladenetz, besonders in Tourismusregionen wie Wallis, Graubünden und am Vierwaldstättersee. Auch viele Hotels und Bergbahnen bieten eigene Wallboxen.


Wo du am günstigsten lädst:

  • Swisscharge: Großer lokaler Anbieter

  • EnBW HyperNetz: Funktioniert auch hier mit transparenten Tarifen

  • Migros, Coop, Aldi: Kostenloses Laden an einigen Filialen während des Einkaufs


Preise 2026 (Richtwerte):

  • AC-Laden: ca. 0,40–0,60 CHF/kWh

  • DC-Schnellladen: ca. 0,68–0,85 CHF/kWh

  • HPC: bis 0,99 CHF/kWh


Wichtig zu wissen:

  • Höhere Preise: Generell rechnest du mit 15–25 % über deutschen Tarifen

  • Vignette-Pflicht: Schweizer Autobahnvignette (40 CHF / ca. 44 €, beim ADAC 44,50 €) ist auch für E-Autos Pflicht

  • Hotel-Wallboxen: Oft kostenlos für Übernachtungsgäste – immer nachfragen


🇭🇷 Kroatien: ELEN ist der Schlüssel


In Kroatien dominiert ELEN den Markt. Die Verteilung ist klar: Norden (Zagreb, Istrien, Kvarner Bucht) gut ausgestattet, Süden und Inland deutlich dünner.


Wo du am günstigsten lädst:

  • ELEN Charge App: Pflicht für Kroatien-Urlauber

  • Landstraßen-Säulen: Günstiger als an Autobahnen


Preise 2026 (ELEN-Tarife, Stand März 2026):

  • AC-Laden Autobahn: 0,42 €/kWh

  • DC-Schnellladen Autobahn: 0,57 €/kWh

  • HPC Autobahn: 0,78 €/kWh

  • Landstraßen: jeweils günstiger


Wichtig zu wissen:

  • Blockiergebühren: Bis zu 0,14 €/Minute nach Ablauf der kostenlosen Standzeit – zügig wieder umparken

  • Hotels: Einige bieten kostenlose Lademöglichkeiten, besonders in Istrien und an der Adria

  • Süden problematisch: Plane in Slawonien und auf den Inseln längere Strecken zwischen den Säulen ein


🇫🇷 Frankreich: Stark an den Küsten, lückenhaft im Inland


Strasse in französischen Dolomiten

Frankreich ist beliebter Urlaubs-Hub für Deutsche – Côte d'Azur, Normandie, Bretagne. Die Infrastruktur entlang der Hauptverkehrsachsen und in den Küstenregionen ist gut, im Landesinneren teils noch dünn.




Wo du am günstigsten lädst:

  • EnBW HyperNetz: Sehr gut ausgebaut

  • Chargemap: Lokal beliebt, gute Preise

  • TotalEnergies: Tankstellen mit Lademöglichkeit


Preise 2026 (Richtwerte):

  • AC-Laden: ca. 0,30–0,45 €/kWh

  • DC-Schnellladen: ca. 0,49–0,65 €/kWh

  • HPC: bis 0,79 €/kWh


Wichtig zu wissen:

  • Generell günstiger: Frankreich gehört zu den günstigeren Ländern beim Laden

  • Crit'Air-Plakette: In Umweltzonen (z. B. Paris, Lyon, Grenoble) braucht auch dein E-Auto die Crit'Air-Vignette (Klasse 0 für reine E-Autos)

  • Maut: Französische Autobahn-Maut zahlst du auch mit dem E-Auto


Pflicht-Equipment fürs Handschuhfach


Eine Karte und eine App allein reichen nicht. Diese Ausrüstung gehört bei jeder E-Auto-Reise ins Auto.


Typ-2-Ladekabel (mind. 5 m)


Pflicht. An vielen AC-Ladestationen in Europa hängt kein fest installiertes Kabel – du brauchst dein eigenes. 5 m Länge geben dir die Flexibilität für ungünstig platzierte Säulen.

Preisklasse: ca. 80–150 €


Schuko-Adapter (Notladen)


Wenn alle Stricke reißen, kannst du mit einem Schuko-Adapter an einer normalen Haushaltssteckdose laden. Langsam mit max. 2,3 kW, aber besser als gar nichts. Praktisch fürs Hotel, Camping oder zur Verwandtschaft.

Preisklasse: ca. 15–50 €


CEE-rot- oder CEE-blau-Adapter (Camping/Industrie)


Auf Campingplätzen und an manchen Industrie-Steckdosen findest du den blauen oder roten CEE-Stecker. Mit dem passenden Adapter lädst du dort mit bis zu 11 kW – deutlich schneller als an Schuko.

Preisklasse: ca. 30–80 €


Mobile Wallbox / Reise-Ladegerät


Eine flexible Box wie der NRGkick oder ähnliche Modelle vereint Schuko-, CEE- und Typ-2-Funktion in einem Gerät. Kostet mehr, ist aber das Schweizer Taschenmesser fürs Reisen.

Preisklasse: ca. 200–500 €


Physische RFID-Karten (mindestens zwei)


Eine EnBW-Karte und eine Electroverse-Karte – beide kostenlos. Mit dieser Kombi kommst du fast überall an die Säule, auch wenn das Mobilfunknetz mal ausfällt.

Preisklasse: kostenlos per Post


💡 Profi-Tipp: Bestelle alle Karten mindestens 2 Wochen vor Abreise. Manche Anbieter (besonders Electroverse aus UK) brauchen länger für den Versand.


Routenplaner-Apps: Ohne sie geht 2026 nichts


Eine gute App entscheidet darüber, ob deine E-Auto-Reise stressfrei wird oder zur Geduldsprobe.


A Better Routeplanner (ABRP)


Der Goldstandard. ABRP berechnet deine optimale Route, plant Ladestopps unter Berücksichtigung deines konkreten Fahrzeugs (Verbrauch, Ladekurve, Akku-Größe) und zeigt dir live verfügbare Säulen. Kostenpflichtige Premium-Version (ca. 50 €/Jahr) lohnt sich für ausgedehnte Reisen.


Chargemap


Eine der größten europäischen Datenbanken zu Ladestationen mit Bewertungen und Fotos. Praktisch zum Stöbern und Filtern – aber weniger stark in der Routenplanung.


EnBW mobility+ App


Wenn du EnBW als Hauptkarte nutzt, ist die App Pflicht. Echtzeit-Verfügbarkeit, Preise, Bezahlung – alles in einem.


JuicePass


Die Italien-App schlechthin. Auch wenn du nicht oft dort bist, lohnt sich die Installation für den Italien-Urlaub.


Tesla-Routenplaner (nur für Tesla)


Wer einen Tesla fährt, hat den weltweit besten Routenplaner schon im Auto verbaut. Trotzdem lohnt sich ABRP als Backup, vor allem wenn du nicht nur an Superchargern laden willst.


Tipp: Installiere mindestens 2 Apps – die Verfügbarkeitsdaten sind nicht immer aktuell, im Notfall ist eine Zweitmeinung Gold wert.


Vor der Abreise: 5 Dinge, die deine Reise entspannter machen


Ladestation für E - Autos zu Hause an Wand befestigt

1. Günstigen Autostrom-Tarif zuhause sichern


Ein dedizierter Autostrom-Tarif kann deine Heimladung um 5–15 ct/kWh günstiger machen als der normale Haushaltsstrom. Über das Jahr summiert sich das auf hunderte Euro. Autostrom-Tarife jetzt vergleichen – und vor der Reise voll geladen losfahren spart bares Geld an der ersten Säule.


2. Ladekarten beantragen (mind. 2 Wochen vorher)


EnBW mobility+ und Electroverse sind beide kostenlos, brauchen aber Versandzeit. Direkt nach der Reisebuchung beantragen.


3. Routenplanung testen


Lade dein Wunschziel in ABRP und Chargemap und vergleiche. Plane die Hin- und Rückfahrt, identifiziere Engstellen (z. B. dünne Ladenetze in Süditalien oder Slawonien) und plane Pufferzeit ein.


4. Versicherung mit E-Auto-Pannenhilfe prüfen


Nicht jede Auslandsschutzbrief-Police umfasst E-Auto-spezifische Pannen wie einen leeren Akku. Reise- und Auslandsschutz bei CHECK24 vergleichen und sicherstellen, dass deine Pannenhilfe auch das Abschleppen eines E-Autos zur nächsten Ladesäule abdeckt.


5. Adapter und Equipment kontrollieren


Liegt das Typ-2-Kabel im Kofferraum? Funktioniert der Schuko-Adapter? Vor der Abreise einmal testweise an der heimischen Steckdose laden – das ist der einfachste Funktionscheck.


Häufige Fragen zum E-Auto-Laden im Urlaub


Was ist Plug & Charge?


Plug & Charge ist ein Standard, bei dem dein E-Auto sich automatisch an der Säule authentifiziert, sobald du das Kabel einsteckst. Keine Karte, keine App – einfach anstecken und laden. Funktioniert aber nur an kompatiblen Säulen und mit Auto-Modellen, die ISO 15118 unterstützen (Tesla seit Jahren, viele andere Hersteller seit 2023/24).


Was bringt die EU-AFIR-Verordnung?


Die Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR) verpflichtet seit 2024 alle neu gebauten DC-Schnellladestationen ab 50 kW zur Bankkarten-Akzeptanz. Heißt: An neuen Säulen kannst du theoretisch immer mit der EC-Karte oder Kreditkarte zahlen. An älteren Bestandssäulen gilt das nicht.


Reicht mir nicht eine einzige Karte?


Theoretisch ja, praktisch nein. EnBW mobility+ deckt sehr viel ab, aber lokale Karten (JuicePass, ELEN) sind oft günstiger im Zielland. Außerdem brauchst du immer ein Backup, falls der Hauptanbieter eine Säule nicht akzeptiert.


Wie funktioniert die Abrechnung im Ausland?


Die meisten Anbieter rechnen monatlich per SEPA-Lastschrift ab. Du erhältst eine Sammelrechnung mit allen Ladevorgängen, egal in welchem Land. Manche bieten Echtzeit-Belastung der Kreditkarte.


Was tun, wenn der Akku unterwegs leer ist?


Erstens: Pannenhilfe rufen (deine Versicherung oder Automobilclub-Mitgliedschaft). Die meisten europäischen Pannendienste schleppen E-Autos zur nächsten Ladesäule ab, manche haben sogar mobile Schnelllader. Zweitens: Kläre vorher, was deine Police abdeckt – nicht jede Pannenhilfe schließt Akku-Probleme ein.


Brauche ich überhaupt einen Adapter?


Wenn dein Auto Typ-2 hat (alle modernen E-Autos in Europa), bist du an AC-Säulen versorgt. Für DC-Schnellladen brauchst du keinen Adapter, das Kabel hängt direkt an der Säule. Adapter brauchst du nur für Notlade-Optionen (Schuko, CEE).


Funktioniert eine deutsche Ladekarte in Norwegen oder UK?


Ja, über Roaming. EnBW mobility+ und Electroverse decken beide Länder ab. Aber: Die Aufschläge können happig sein. Vor Reisen in Skandinavien oder UK speziell die Roaming-Tarife checken.


Fazit: So wird der E-Auto-Urlaub 2026 zur entspannten Reise


Mit einer EnBW-mobility+-Karte als Hauptkarte, Electroverse als kostenloser Backup-Option und einer länderspezifischen Spezialisten-App fürs Zielland bist du 2026 in ganz Europa unterwegs. Wer sich dazu noch zwei Wochen vor Reiseantritt um die Versicherung, das Equipment und einen günstigen Autostrom-Tarif kümmert, kann den Roadtrip wirklich genießen – ohne Roaming-Schock an der Säule.


Die wichtigsten 5 Punkte zum Mitnehmen:


  1. Eine Allrounder-Karte (EnBW) plus eine lokale App schlägt jede Einzellösung

  2. Ad-hoc-Laden mit Bankkarte ist deutlich teurer – lieber vorbereiten

  3. Physische RFID-Karte als Backup gehört in jedes Handschuhfach

  4. Italien, Österreich, Schweiz top im Norden – Vorsicht in Süditalien und auf kroatischen Inseln

  5. Vor der Abreise: Tarif, Karten, Equipment, Versicherung – in dieser Reihenfolge



Gute Fahrt!



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