Homologation

Was ist Homologation?

Wörtlich übersetzt bedeutet Homologation „es stimmt“ und ist aus dem Griechischen abgeleitet von „homologeo“.

Die Homologation bezieht sich – im Gegensatz zu einer Einzelgenehmigung – auf die gesamte Serienproduktion eines bestimmten Fahrzeugtyps, also auf mehrere Fahrzeuge. Sie richtet sich nach den ECE-Richtlinien und ist für ganz Europä gültig. Die ECE-Homologation wird durch eine national zuständige Behörde, z.B. den TÜV durchgeführt. Dabei wird ein ausführlicher Prüfbericht erstellt. Anschließend wird eine Typgenehmigung aufgrund einer der drei Rahmenrichtlinien 2002/24/EG, 2003/37/EG bzw. 2007/46/EG erteilt und jedes Fahrzeug dieser Serie erhält ein COC (Certificate of Conformity – Übereinstimmungsbescheinigung).
In wenigen Fällen sind zusätzliche nationale Zulassungen notwendig, da die ECE-Typzulassung in diesen Ländern nicht anerkannt wird, obwohl sich die nationalen Standards weitgehend an den ECE-Regelungen orientieren.
Die gravierendste Ausnahme sind die Vereinigten Staaten von Amerika, die keine ECE-Regelung anerkennen, da sie eigene Standards (FMVSS) zugrunde legen.

Das Verfahren einer ECE Typgenehmigung ist sehr aufwendig und somit auch recht teuer. Wenn ein Hersteller nur eine geringe Anzahl von Fahrzeugen baut, lohnt sich manchmal der Weg der Einzelerlaubnis. Diese kann auch für Fahrzeuge erteilt werden, an denen bauliche Veränderungen durchgeführt wurden, die zum Erlöschen der Homologation führt.

Die Homologation ist nicht zu verwechseln mit der ABE, der allgemeinen Betriebserlaubnis. Diese wird für Fahrzeugteile, z.B. einer Bremsscheibe, nicht aber für ein ganzes Fahrzeug erteilt. Die COC-Papiere (Certificate of Conferity), die die Homologation dokumentieren, sollten bei Fahrzeugerwerb immer mit ausgehändigt werden und als Kopie auch bei Fahrten mitgeführt werden. Nur so kann man jederzeit die notwendige Straßenzulassung nachweisen.