Helmpflicht

Wann besteht Helmpflicht?

Vorab gesagt: Es ist immer ratsam, zur eigenen Sicherheit den Kopf durch das Tragen eines Helms zu schützen. Das Risiko einer gefährlichen Verletzung kann deutlich gemindert werden, auch in Fällen, die ein anderer Verkehrsteilnehmer zu verantworten hat.

Aber wann MUSS ein Helm getragen werden?

Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Wenn ein Fahrzeug bauartbedingt durch motorisierten Antrieb schneller als 20 km/h fahren kann, besteht Helmpflicht. Die seit dem 1. Oktober 1985 geltende gesetzliche Regelung findet sich in der Straßenverkehrsordnung (StVO), §21a. Diese Regelung entfällt nur dann, wenn ein geeigneter Sicherheitsgurt angelegt ist.

Welcher Helm muss getragen werden?

Der Gesetzgeber schreibt die Verwendung eines geeigneten Schutzhelmes vor. Darunter fallen zum Beispiel Modelle, die der ECE Norm 2205 entsprechen. Diese geprüften Helme mit ECE-Zulassung sind in den meisten europäischen Ländern Pflicht. Lediglich Deutschland konnte sich nicht auf eine einheitliche Norm festlegen, daher gilt die Empfehlung der ECE Norm 2205. Der Helm muss sich nach den Vorgaben der ECE-Norm richten. Ob nun ein Helm ohne ECE-Norm wirklich geeignet ist oder nicht kann unter Umständen nicht eindeutig geklärt werden. Im Falle einer Kontrolle sollte man die ECE-Helmnorm durch ein Prüfzeichen nachweisen können, ansonsten riskiert man ein Bußgeld von 15 Euro.
Bei der Nutzung von S-Pedelecs garantieren normale Fahrradhelme keinen ausreichenden Schutz, denn diese sind in der Regel nur bis zu einer Aufprallgeschwindigkeit von 19,5 km/h getestet. Es gibt inzwischen spezielle S-Pedelec Helme, die bis zu 45 km/h zertifiziert sind, erkennbar an dem Qualitätszeichen NTA-8776 (niederländische Norm).


Motorradhelm